Verkehrsunfall mit einem BVG-Bus

Marie S., 21 Jahre, kramt ihr Ticket aus der Tasche und steigt wie immer vorne in den Bus. Der Fahrer quittiert die Gültigkeit ihrer Karte mit einem dezenten Nicken und winkt sie durch. Marie hat Glück. Heute ist ein Platz frei. Erleichtert und geschafft von der Arbeit lässt sie sich nieder. Doch da hört sie auf einmal, wie jemand ihren Namen ruft! Tina, ihre beste Freundin, winkt aus dem hinteren Abteil. Marie S. bedeutet ihrer Freundin zu warten, steht auf und quetscht sich an den anderen Fahrgästen vorbei.

Auf einmal gibt es einen gewaltigen Ruck. Marie verliert den Halt und schlägt sich die Knie auf. Ihre Hose ist total kaputt und an ihrem geliebten Zumba-Kurs im Fitnessstudio kann sie einige Wochen nicht teilnehmen – Marie ist sauer. Sie fordert den Busfahrer dazu auf, ihr die Hose zu ersetzen und Schmerzensgeld zu zahlen, doch dieser sieht die Schuld bei ihr.

Typische Arten von Busunfällen

Von einem Busunfall kann immer dann gesprochen werden, wenn es zu einem Schadenseintritt im Straßenverkehr (Sach- oder Personenschaden) kommt, an dem ein Bus beteiligt ist. Busunfälle können sich dabei auf verschiedene Art ereignen. Zum einen lassen sich Busunfälle in solche mit und jene ohne Personenschaden einteilen.

Ursächlich kann die Kollision mit einem anderen Fahrzeug sein (Auffahrunfälle, frontaler Zusammenstoß, Ausweichmanöver, …). Denkbar ist aber auch eine Fallkonstellation, in der es ohne Drittkontakt zu einem Unfall kommt, etwa indem ein Fahrgast während der Fahrt oder beim Ein- und Aussteigen zu Fall kommt.
Daneben kommen Wildwechsel, Fahrfehler oder die Witterungsverhältnisse als auslösende Faktoren eines Busunfalls infrage. Es ist aber auch möglich, dass ein Defekt am Fahrzeug für den Unfall verantwortlich ist.

Ferner lassen sich Busunfälle nach Fahrzeugtyp und Einsatzzweck aufgliedern. Zu nennen wären hier u. a. Verkehrsunfälle mit dem

  • Schulbus
  • Reisebus
  • Linienbus
  • Behindertentransport

Diese Unterscheidungen spielen in der rechtlichen Beurteilung eine große Rolle, stellen sie doch jeweils andere Anforderungen an Eigensicherungs- und Sorgfaltspflichten der Unfallbeteiligten.

Beispiel: Die Insassen eines Reisebusses sind dazu verpflichtet, sich während der Fahrt anzuschnallen. In Linien- oder Schulbussen herrscht diese Pflicht regelmäßig nicht.

Es zeigt sich: Das Verkehrsrecht ist vielschichtig und für den Laien nicht immer greifbar. Der Rat eines Anwalts hilft dabei, etwaige Unsicherheiten zu beseitigen und bringt Licht ins Dunkel!

Exemplarische Busunglücke der BVG innerhalb Berlins

Die nachstehenden Beispiele dienen dazu, die Relevanz von Verkehrsunfällen, an denen Busse beteiligt sind (konkret: Busse der BVG im Raum Berlin), aufzuzeigen:

Am Mittwoch, dem 18.09.2019, kam es in Berlin zu einem tragischen Zusammenstoß zwischen einem Bus der BVG und einem PKW. Aufgrund der Kollision wurde einer Insassin ihr wenige Monate altes Baby aus den Händen gerissen und verletzte sich schwer.

Bereits im April 2019 war es in einem der Busse der BVG zu einem ähnlichen Vorfall gekommen: Als der Busfahrer aufgrund eines Ausweichmanövers in Berlin/Schöneberg in die Bremse stieg, wurde ein sechs Monate altes Baby aus dem Kinderwagen geschleudert und erlitt massive Kopfverletzungen.

Einen knappen Monat zuvor, im August 2019, ereignete sich ein weiterer Unfall, ebenfalls in Berlin. Ein Bus der BVG stieß mit einem Kleintransporter zusammen. Die Kräfte des Aufpralls brachten eine 74-jährige Frau zu fall, die ihren Verletzungen wenig später erlag.

Am 27.11. desselben Jahres kam es in Berlin/Mitte zu einem Zusammenstoß eines Busses der BVG mit einem Fußgänger, der von dem Busfahrer schlichtweg übersehen worden war. Das Opfer musste aufgrund multipler Verletzungen zur stationären Behandlung in einem Krankenhaus aufgenommen werden.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) waren jedoch auch für so manch skurrile Schlagzeile verantwortlich. So im Jahre 2018, als ein Bus der BVG die Rotorblätter eines in Berlin/Südkreuz notgelandeten Rettungshubschraubers striff. Dabei entstanden glücklicherweise weder hohe materielle noch personelle Schäden jeglicher Art.

Oder im Jahre 2017. Ein Bus der BVG krachte in eine Hauswand, woraufhin sich eine Betonsäule löste und auf ein anliegendes Fahrzeug fiel. Die Feuerwehr rückte an und löste das entstandene Verkehrschaos auf. Was blieb war der wirtschaftliche Schaden.

Obige Liste erschreckender Busunfälle der BVG bildet nur einen Bruchteil aller Verkehrsunfälle ab, die sich in jüngster Zeit in Berlin ereignet haben. Ihnen allen ist gemein, dass die Erlebnisse für die Beteiligten äußerst traumatisch waren und häufig von körperlichen Leiden begleitet wurden.

Obgleich die Statistik der UDV (Unfallforschung der Versicherer) das Risiko von schweren Busunfällen als gering einstuft, sind den polizeilichen Aufzeichnungen jährlich mehrere tausend Fallzahlen zu entnehmen – alleine in Berlin!

Das Verkehrsrecht ist demnach ein besonders bedeutsamer Sektor des deutschen Rechtssystems – und Anwälte für Verkehrsrecht besonders gefragt!

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Wir melden uns dann bei Ihnen zurück und teilen Ihnen mit, ob und wie wir Sie unterstützen können.

Gregor Samimi wurde 2019 als Top-Anwalt im Verkehrsrecht ausgezeichnet.
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Rechtsanwalt Gregor Samimi
Fachanwalt für Strafrecht, Verkehrsrecht & Versicherungsrecht

FAQ: Verkehrsunfall mit einem BVG-Bus

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Welche Strafe droht?

Das Zivil-, Straf-, Verwaltungs und Verkehrsrecht regelt die rechtlichen Folgen eines Busunfalls. Diese können für den Unfallverursacher und einen Mitverantwortlichen gravierend sein. Zivilrechtliche Konsequenzen basieren u. a. auf folgenden Anspruchsgrundlagen:

Das schuldhafte Verletzen einer Nebenpflicht aus dem zugrundeliegenden Schuldverhältnis (Beförderungsvertrag, Reisevertrag oder Werkvertrag) oder die verschuldensunabhängige Gefährdungshaftung gemäß § 7 Abs. 1 StVG.

Daraus erwachsene Forderungen betreffen vor allem erstattungspflichtige Schadenspositionen wie:

  • Schadenersatz
  • Schmerzensgeld
  • Haushaltsführungsschaden
  • außer-/gerichtliche Kosten
  • materieller Schaden
  • Erwerbsschaden
  • Heil- und Behandlungskosten
  • Trauerschmerzensgeld
  • Verunstaltungsentschädigung

Neben den zivilrechtlichen Folgen können verwaltungsrechtliche Konsequenzen und Strafen nach dem Strafgesetzbuch verhängt werden. Das ist z. B. dann der Fall, wenn der Unfall aufgrund menschlichen Fehlverhaltens wie

  • Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit,
  • Missachten von Vorfahrtsregelungen,
  • oder Fahren unter Alkoholeinfluss

verursacht worden ist.

Die Folge sind oft hohe Geldstrafen oder der Entzug der Fahrerlaubnis. Sofern bei dem Busfall Personen verunglückt sind, stehen schlimmstenfalls sogar Körperverletzungs- und Tötungsdelikte im Raum, die eine mehrjährige Freiheitsstrafe nach sich ziehen können.

Es geht also um nichts Geringeres als die berufliche Perspektive und den privaten Werdegang der Beteiligten. Gerade deshalb ist die fachliche Unterstützung eines Anwalts für Verkehrsrecht so wichtig.

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Wie ein Anwalt für Verkehrsrecht helfen kann

Egal auf welche Art und Weise Sie an dem Unfall beteiligt sind – der Gang zum Anwalt ist immer eine gute Wahl.

Ein Anwalt für Verkehrsrecht kann Ihnen dabei helfen:

  • den Fall rechtlich einzuordnen und die Erfolgsaussichten zu beurteilen,
  • Ihre Interessen außergerichtlich und im gerichtlichen Verfahren zu vertreten,
  • die anfallende Korrespondenz unter taktischen und strategischen Gesichtspunkten und unter Einhaltung der Fristen zu führen,
  • Akteneinsicht (polizeiliche Ermittlungsakte aber auch Arztberichte etc.) zu beantragen und die hinterlegten Unterlagen auszuwerten,
  • Ihre Ansprüche zu beziffern und durchzusetzen,
  • Haftungsfragen zu klären,

Sie sind an einem Verkehrsunfall beteiligt und benötigen einen Anwalt? Zögern Sie nicht und rufen Sie an! Wir stellen Ihnen einen erfahrenen Anwalt für Verkehrsrecht zur Seite und setzen dabei auf höchste Diskretion.

Immer einen Fachanwalt für Verkehrsrecht hinzuziehen

Für eine bestmögliche Vertretung sollten Sie einen Spezialisten, nämlich einen Fachanwalt für Verkehrsrecht, mit der anwaltlichen Vertretung beauftragen. Dieser wird Ihnen beratend zur Seite stehen und kann auf eine frühzeitige Erledigung Ihres Anliegens hinwirken.

Rechtsanwalt Gregor Samimi ist Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Versicherungsrecht und Fachanwalt für Strafrecht in 12203 Berlin (Steglitz-Zehlendorf). Telefon 030 8860303. Kontaktieren Sie uns! Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Dieser Artikel wurde herausgegeben von Gregor Samimi.
Sitz der Rechtsanwaltskanzlei: Standort der Kanzlei von Rechtsanwalt Gregor Samimi in Berlin
 
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