Bußgeldbescheid
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Bußgeldbescheid – Berliner Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht hilf bei der Lösung ihres Anliegens.

Bußgeldbescheid – Wie geht es weiter?

Schnell kann es gehen: einmal zu fest aufs Gas gedrückt, schon findet sich kurze Zeit später ein Bußgeldbescheid im Briefkasten. In den meisten Fällen ist ein Bußgeldbescheid die Ahndung einer Ordnungswidrigkeit wie beispielsweise Falschparken, Geschwindigkeitsübertretungen oder auch für Vergehen außerhalb des Straßenverkehrs, wie beispielsweise der Verstoß gegen die Leinenpflicht für Hunde. Doch müssen diese Bescheide direkt gezahlt werden oder gibt es auch Möglichkeiten dagegen vorzugehen?

Was es zu beachten gilt, wenn Ihnen ein Bußgeldbescheid zugestellt wird, erfahren sie hier:

Wie reagiert man gegen den Bußgeldbescheid richtig?

Bußgeldbescheid
Bußgeldbescheid

Die meisten Betroffenen neigen dazu einen Bußgeldbescheid sofort aus der Welt zu schaffen und zahlen ohne Umschweife. Dies ist aber nicht immer nötig, denn Fehler kommen nicht allzu selten vor. Beinahe 80 % der Fälle sollen, laut Expertenmeinungen, falsch sein. Grundsätzlich ist es möglich gegen den Bescheid Widerspruch einzulegen. Der Erfolg eines solchen Widerspruchs ist abhängig von den genauen Umständen, doch es gibt einige Faktoren die berücksichtigt werden sollten.

Wie lange habe ich Zeit für einen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?

Die Frist ist sehr knapp bemessen: sie beträgt in der Regel gerade einmal 2 Wochen. Betroffene sollten daher schnell reagieren, denn die Frist beginnt mit dem Tag, an dem der Bußgeldbescheid zugestellt wird. Ratsam ist es daher den Briefumschlag mit dem ausschlaggebenden Poststempel als Beweis aufzubewahren.

Muss ich den Anhörungsbogen ausfüllen?

Eine Verpflichtung den Anhörungsbogen auszufüllen besteht grundsätzlich nicht. In den meisten Fällen dient der Fragebogen dazu, den Fahrer zu ermitteln. Insoweit sollten insbesondere keine Angaben zur Fahrereigenschaft gemacht werden. Insoweit ist an dieser Stelle sehr genau abgewogen werden, ob im Falle der Fälle ein Fahrtenbuch in Kauf genommen werden kann.

Wie lege ich gegen den Bußgeldbescheid Einspruch ein und wo lege ich ihn ein?

Wer Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen möchte sollte das auf dem Postweg tun bzw. den Einspruch an die Bußgeldbehörde faxen. Einspruch per E-Mail ist dagegen nicht ratsam, da einige Behörden diese Art der Übermittlung nicht anerkennen. Gesendet werden muss der Einspruch an die Behörde, die im Bußgeldbescheid als Verwaltungsbehörde benannt wird. Eine Begründung ist kein zwingendes Erfordernis für einen Einspruch, verbessert aber die Erfolgschancen einer erneuten Prüfung.

MUSTERTEXT:

An die Bußgeldbehörde

Per FAX oder mittels Einwurfeinschreiben

„Hiermit lege ich gegen den Bußgeldbescheid vom 00.00.2017 zum Aktenzeichen XY Einspruch ein.

Freundliche Grüße

(Unterschrift)

Max Mustermann“

Verjährung der Bußgeldsache

Ein weiterer Grund, der einen Einspruch rechtfertigen kann ist die Verjährung der Bußgeldsache. Das ist der Fall, wenn der Bußgeldbescheid erst 3 Monate nach dem vorgeworfenen Verstoß dem Beschuldigten zugesandt wird. Unterbrochen werden kann diese Frist allerdings durch Zusendung des Anhörungsbogens oder anderer Unterbrechungshandlungen, die in § 33 Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) genannt werden.

Unterstützung durch einen Anwalt bei der Verteidigung gegen den Bußgeldbescheid

Grundsätzlich ist es möglich einen Einspruch auch ohne Anwalt einzulegen. Wenn es um die Anordnung von Punkten oder sogar eines Fahrverbot geht sollte allerdings ein auf Verkehrsrecht spezialisierter Anwalt hinzugezogen werden, damit beispielsweise Akteneinsicht beantragt werden kann. Eine eintrittspflichtige Rechtschutzversicherung übernimmt in den meisten Fällen auch die anfallenden Kosten.

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