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Maximales Reifenalter – Alle Infos vom Fachanwalt für Verkehrsrecht Gregor Samimi

Maximales Reifenalter bei Winterreifen, Sommerreifen & Ganzjahresreifen

Das maximale Alter von Reifen

Reifen sollten nicht zu lange genutzt werden.
Zu alte und abgefahrene Reifen können eine Unfallursache darstellen.

Ab der Herstellung altern Reifen. Auch solche, die nicht an einem Fahrzeug im Einsatz sind, unterliegen einem materialbedingten Verschleiß: Von außen ist Materialermüdung trotz Nichtverwendung an feinen Rissen im Reifenmantel zu erkennen, von innen verändern sich auch die tiefer liegenden Schichten des Reifens.

Gefahrene Reifen erleiden einen steten Abrieb des Mantelprofils durch die Reibung auf dem Straßenbelag. Auch hierbei altern die inneren Reifenschichten durch Temperatur- und Wettereinflüsse sowie das Fahrzeuggewicht. Das Ergebnis ist mit der Zeit ein Entweichen von Luft. Wird der vorgeschriebene Reifendruck unterschritten, verstärkt sich der Reifenverschleiß noch mehr.

Eine allgemeingültige Festlegung für das maximale Alter von Reifen ist nicht möglich – generell ist aber bestimmt, dass im Alter von sechs Jahren alle Reifenmaterialien ermüdet sind. Spätestens ab dann ist weder ein Runderneuern möglich noch ein Weiterfahren ausreichend sicher.

Durchaus kann ein Reifenaber auch viel früher altern: Liegt oder hängt ein Reifen beispielsweise unter häufigem Einfluss von UV-Licht und Hitze, wird er früher porös. Auch Vielfahren und Dauereinsatz verkürzen die Lebensdauer. Deshalb müssen für die sichere Bestimmung des Reifenalters mehrere Faktoren berücksichtigt und überprüft werden.

Angaben zum Alter auf dem Reifen

Die Hersteller geben durch verschiedene Aufdrucke wenigstens über das Produktionsdatum Aufschluss. Sofern keine tatsächlichen Schäden erkennbar sind, lässt sich das Reifenalter dadurch bestimmen. Diese folgenden Angaben stehen auf Sommerreifen, Winterreifen und Ganzjahresreifen:

Reifen Herstellungsdatum

Auf der DOT-Nummer von Reifen ist gleichzeitig das Reifen Herstellungsdatum erkennbar. Diese seit den 1970er Jahren einheitliche Nummer wird auf der Flanke des Reifens eingeprägt. Jedoch ist zur Altersbestimmung nur der letzte Teil der Nummer wichtig, genau genommen die letzten vier Ziffern. Dieses Vier-Ziffern-System wurde für die DOT-Nummer ab 2.000 eingeführt.

Aus Ziffer Eins und Zwei ergibt sich, in welcher Woche ein Reifen hergestellt wurde. Danach folgen zwei Ziffern für das Jahr der Reifenherstellung. Beispiele:

  • 1016 z.B. heißt also, dass der Reifen in der zehnten Woche des Jahres 2016 produziert wurde.
  • Bei z.B. den Endziffern 4017 ist das Reifen Herstellungsdatum dementsprechend die 40. Woche des Jahres 2017.

DOT-Nummer der Reifen

Die komplette DOT-Nummer lässt Rückschlüsse auf alle Spezifika von Autoreifen zu. Sie ist in dieser Weise aufgegliedert:

  • Die Buchstabenfolge DOT leitet die Nummer ein. DOT ist das Kürzel für Department of Transportation. Dieses US-amerikanische Verkehrsministerium hatte die einheitliche Kennzeichnung in den 70er Jahren eingeführt.
  • Nach DOT folgt ein Plantcode des Produktionsbetriebes mit zwei Zeichen. Bei der Altersbestimmung von Reifen kann damit die genaue Gummimischung an jedem Herstellungsort nachvollzogen werden.
  • Zwei weitere Zeichen erklären als Sizecode die Größe der Autoreifen. Damit wird die Auswahl passender Größen für jedes erdenkliche Fahrzeugmodell gewährleistet.
  • Falls auf einem Reifen der Plantcode die Marke des Reifens nicht erkennen lässt, ist zusätzlich ein Typecodeaufgebracht.
  • Auf den Typecode folgen die beschriebenen vier Ziffern für den Zeitpunkt der Reifenherstellung. Seit 1990 dürfen die Hersteller die Ziffernfolge mit einem Delta auf einer der Reifenflanken beschließen.

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Bewertung

Profiltiefe

Die Reifenprofiltiefe unterscheidet sich bei Sommerreifen, Ganzjahresreifen und Winterreifen deutlich. Die Profiltiefe bei Neureifen beträgt sechs Millimeter oder mehr. Durch die ständige Reibung beim Fahren nutzt sie sich allmählich ab, was Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit hat.

Der Gesetzgeber versucht deshalb, Fahrzeughalter durch eine Mindestvorgabe zum rechtzeitigen Reifenwechsel zu bewegen: Bei spätestens 1,6 Millimeter darf ein Reifen keinesfalls mehr verwendet werden. Beeinträchtigungen bei der Straßenhaftung und dem Bremsverhalten sind allerdings schon ab vier Millimeter zu beobachten.

Eine Empfehlung des ADAC lautet: Winterreifen sollen bei vier MillimeterSommerreifen bei drei Millimeter Profiltiefe ausgetauscht werden. Zu beachten ist dabei auch, dass der Profilabrieb häufig ungleichmäßig fortschreitet. Das bedeutet, dass vier Millimeter auf einer Fläche schon wenige Zentimeter bei drei oder nur noch zwei Millimeter betragen können.

Mehr dazu erfahren Sie hier: Mindestprofiltiefe von Winterreifen & Sommerreifen »

Wie alt dürfen Reifen sein?

Verkehrsunfall auf der Landstraße
Der Verschleiß von Reifen kann eine Ursache für einen Unfall darstellen.

Das Alter der Reifen hängt nicht nur davon ab, wie intensiv ein Reifen in Gebrauch ist: Auch die technische Entwicklung immer besserer Reifen muss berücksichtigt werden. Wer Neureifen kauft, die beim Kauf schon zwei oder drei Jahre gelagert waren, muss mit Einschränkungen trotz intakter Profiltiefe rechnen. Es kann sogar passieren, dass solche Autoreifen trotz Neumontage vom TÜV als mangelhaft beanstandet werden.

Ebenso kann es schwierig werden, für recht alte Reifen passende Ersatzreifen vergleichbarer Bauart zu finden. Pro Achse sollen auf beiden Seiten die gleichen Reifen laufen – denn nur so ist die Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet. Also müssen bei einem alten Reifen gleich zwei ersetzt werden.

Es spielt beim zulässigen Höchstalter ebenso eine Rolle, wie die Reifen bislang aufbewahrt wurden: An einem Fahrzeug, das viel in der Garage steht, verschleißen auch wenig gefahrene Reifen allein wegen der Dauerbelastung durch das Gewicht des Fahrzeugs. Mindestens ist hier ein Ersatz nach sechs, in seltenen Ausnahmefällen von acht oder zehn Jahren nötig.

Aber wie alt dürfen Reifen sein? – das hängt auch von der Reifensorte ab, diese folgenden Angaben sind ein ungefährer Richtwert:

Maximales Alter von Sommerreifen

Die Gummimischung für Sommerreifen ist härter als die von Winterreifen. Durch die besondere Beschaffenheit haften die Reifen auf trockener, warmer Fahrbahn sehr gut. Bei Nässe führt das spezielle Sommerprofil Wasser sicher vom Reifen weg, was dem Risiko des Aquaplaning entgegengewirkt.

Im Winter ist das Material von Sommerreifen starker Belastung durch Kälte ausgesetzt. Dies lässt sich durch die fachgerechte Lagerung in wohltemperierten Räumen verhindern – in der Wirklichkeit aber liegen oder hängen die Reifen stattdessen häufig nach dem Abmontieren an einer kalten Garagenwand oder im kalten Schuppen.

Empfohlen wird von Experten und Reifenherstellern eine Verwendung nicht länger als sechs Jahre. Doch sollte in jedem Frühjahr genau kontrolliert werden, ob poröse Stellen am Sommerreifen zu sehen sind: Denn dadurch entweicht bei der Fahrt zu viel Luft – der Reifen kann platzen und so gefährliche Verkehrsunfälle verursachen.

Hinsichtlich des Höchstalters muss bei Sommerreifen auch berücksichtigt werden, ob sie für einen Anhängerverwendet werden. Denn für diesen Sonderfall ist gesetzlich vorgeschrieben, dass nach sechs Jahren auch in gutem Gebrauchszustand die Reifen gewechselt werden müssen. Der TÜV beanstandet Sommerreifen für Anhänger auch dann, wenn sie erst im fünften Jahr nach Herstellung erstmals montiert wurden.

Ein Reifenwechsel wird bei Sommerreifen auch empfohlen, wenn das Restprofil drei Millimeter unterschreitet. Ebenso sind Sommerreifen mit Löchern, Rissen und ungleichmäßigem Abrieb nicht länger verkehrssicher, was nicht nur den Fahrzeugführer, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Beispielsweise verändert sich das Bremsverhalten immer stärker zum Nachteil.

Maximalalter von Ganzjahresreifen

Ganzjahresreifen werden zu jeder Jahreszeit gefahren. Ihre Gummimischung ist weicher als bei Sommerreifen, aber etwas härter als bei Winterreifen: Damit soll die verkehrstüchtige Funktionalität auch bei niedrigen Außentemperaturen gewährleistet werden. Das Profil von Ganzjahresreifen ist etwas grober, damit gute Haftung auch bei Schnee und Matsch sicher ist.

Die spezielle Gummimischung von Ganzjahresreifen wird stärker strapaziert als von Sommerreifen. Allein die Nutzung bei sehr heißen und sehr kalten Temperaturen fördert den Verschleiß. Deshalb sollten Ganzjahresreifen nach sechs Jahren gewechselt oder mindestens regelmäßig auf Alterserscheinungen untersucht werden.

Problematisch kann es im Winter werden, wenn auf Ganzjahresreifen Schneeketten aufgezogen werden: Denn Fahrten mit Schneeketten sind für jeden Reifen eine besondere Strapaze. Wer also regelmäßig mit seinen Ganzjahresreifen auch im Winter fährt, sollte sie besser früher als erst nach sechs Jahren wechseln.

Die Sicherheit ist bei Ganzjahresreifen bereits ab einer Profiltiefe unter vier Millimeter eingeschränkt. Ein weiterer Aspekt ist der Kraftstoffverbrauch: Er ist bei dieser Reifensorte ab Neumontage höher als bei Sommerreifen. Je weniger Profiltiefe verbleibt, desto stärker wirkt sich dies ebenfalls auf den Kraftstoffverbrauch aus. Es sollte also bei derart stark beanspruchten Reifen lieber etwas mehr in einen häufigeren Wechsel investiert werden.

Aus Versicherungssicht ist ein zu hohes Alter von Ganzjahresreifen ebenfalls problematisch: Im Fall eines Schadens prüfen die Gutachter genau, ob die Reifen zum Unfallzeitpunkt noch jung und somit sicher genug waren. Langwierige Streitfälle, notfalls vor Gericht, lassen sich durch rechtzeitigen Wechsel veralteter Ganzjahresreifen vermeiden.

Wie alt dürfen Winterreifen sein?

Trotz Winterreifen kein Halt der Reifen im Schnee.
Bei Schnee- und Eisglätte ist es wichtig, dass die Reifen in sicherem Zustand sind.

Winterreifen bestehen aus speziell frostsicheren Materialien, dies gilt auch für die Gummimischung der Lauffläche. Obwohl diese weicher als bei Sommerreifen ist, unterliegt sie den gleichen Alterseinflüssen. Vor allem setzt sich der Verschleiß bei der Lagerung im Sommer durch den Einfluss von Wärme fort.

Wie alt dürfen Winterreifen sein? Nach der Profiltiefe gelten gesetzlich ebenfalls 1,6 Millimeter, empfohlen werden vier Millimeter. Zu beachten ist, dass sich das Profil von Winterreifen viel stärker abnutzt als bei jeder anderen Reifensorte. Das liegt vor allem an den Straßenverhältnissen im Winter: Schnee, Matsch, Frost und Nässe beeinträchtigen den Reifen schon nach wenigen Wochen.

Ein wenig lässt sich aber auch die Lebensdauer von Winterreifen verlängern: Eine gleitende statt rasante Fahrweise schont das Profil und der richtige Reifendruck hält den Verschleiß gering. Auch durch das Abmontieren der Winterreifen in der Sommersaison bleibt die Abnutzung geringer als bei zu langen Fahrten im Warmen.

Winterreifen werden liegend oder hängend gelagert: Der Lagerort sollte kühl bleiben, wenigstens kühler als die Außenumgebung im Sommer. Nässe und Staub werden durch Abdecken und trockene Aufbewahrung abgehalten. Vor dem erneuten Aufmontieren im Herbst muss der Winterreifen dann unbedingt auf übliche Verschleißschädenüberprüft werden.

Auch für die Haltbarkeit von Winterreifen gilt die Empfehlung von sechs Jahren. Wurden sie bisher wenig gefahren, kann die Sicherheit aber auch nach acht Jahren noch ausreichend sein. Doch auch hier gilt: Der Ist-Zustand bestimmt, ob der Reifen noch brauchbar ist. Zeigt sich schon nach drei Jahren ein bedenklicher Verschleiß, dann ist auch jetzt schon das maximale Höchstalter erreicht.

Alter der Reifen bestimmen

Zusammenfassend lässt sich das Alter jeglicher Reifen nach diesen Prüfkriterien bestimmen:

  • Auf der DOT-Nummer ist der Herstellungszeitpunkt vermerkt: Je kürzer dieser Zeitpunkt zurückliegt, desto besser ist der Zustand des Neureifens.
  • An der Profiltiefe ist zu sehen, wie stark der Reifen schon beansprucht wurde: Je weniger Profil übrig ist, desto älter ist der Reifen selbst bei erst kurzer Nutzung.
  • Feine Risse am Reifen deuten auf eine bereits fortgeschrittene Sprödigkeit hin. Dies beeinträchtigt die Verkehrssicherheit.
  • Empfohlen sind sechs Jahre für die Lebensdauer von Reifen: Auch wenig gefahrene Reifen sind nach dieser Zeit nicht mehr hundertprozentig sicher.
  • Waren Reifen lange gelagert, kann das Reifenalter durch Einflüsse von Temperatur, Licht und Staub höher und somit die restliche Lebensdauer kürzer als nach DOT-Nummer sein.
  • Runderneuerte Autoreifen sind eigentlich Altreifen: Nur die Lauffläche wurde erneuert – doch das eigentliche Alter der Reifen erreichen auch die inneren Schichten. Deshalb sollte diese Preissparmöglichkeit nur im Notfall, nicht aber als dauerhafte Alternative für Neureifen gewählt werden.

Reifenalter bestimmen bei runderneuerten Reifen

Runderneuerte Reifen sind um bis zu ein Drittel preiswerter als Neureifen: Es handelt sich dabei um Autoreifen mit erneuerter Lauffläche. Zu erkennen sind runderneuerte Reifen an dem Kennzeichen E und dem AIR Siegel (Arbeitsgemeinschaft industrieller Runderneuerer). Das Runderneuern schont Ressourcen, hat jedoch keine tatsächlich lebensverlängernde Wirkung auf den gesamten Reifen.

Während der nach DOT-Nummer erkennbaren Lebensdauer altert jedoch nicht nur die Lauffläche von Autoreifen: Darunter befinden sich weitere Schichten wie die Karkasse, der Gürtel und eine Wulst mit Wulstkern – und auch diese inneren Reifenschichten werden durch Fahren und Lagern allmählich verändert.

Seriöse Runderneuerer prüfen die inneren Schichten vor dem Erneuern der Lauffläche. Gleichzeitig darf mit runderneuerten Reifen nicht mehr so schnell wie mit Neureifen gefahren werden, denn schlimmstenfalls könnte sich die neue Lauffläche bei zu hoher Geschwindigkeit vom Reifen lösen.

Die Prüfung der DOT-Nummer gibt auch bei diesen Reifen ein gutes Indiz für das tatsächliche Alter. Die empfohlene Lebensdauer von sechs, höchstens acht Jahren sollte allerdings besser nicht ausgereizt werden. Schließlich zeugt die Erneuerung davon, dass alle Reifenschichten vorher bereits stark beansprucht waren.

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So lässt sich das Altern von Reifen reduzieren

Richtige Verwendung von Reifen vermeidet Verschleiß.
Durch richtige Verwendung und Lagerung kann sich die Lebensdauer von Reifen verlängern.

Leider sind alle Reifen selbst bei schonender Behandlung nicht unsterblich. Aber einige Einflüsse auf die Materialien lassen sich auf diese Weise reduzieren:

Reifen zwischen O wie Oktober und O wie Ostern wechseln

Winterreifen verschleißen bei Temperaturen über sieben Grad Celsius stärker. Das Gleiche gilt für den Alterungsprozess von Sommerreifen unterhalb dieser Temperatur. Das rechtzeitige Wechseln im Oktober und März / April schont also alle Reifenschichten, besonders das Gummi der Außenfläche.

Auch die Fahrbahnbeschaffenheit hat Einfluss auf die Reifenalterung. Das weichere Gummi von Winterreifen wird auf warmer Fahrbahn stärker abgenutzt, das Gummi von Sommerreifen leidet bei Frost stärker. Somit lässt sich durch den rechtzeitigen Reifenwechsel auch dieser Faktor reduzieren.

Regelmäßig auf den richtigen Luftdruck achten

Für die Höhe des optimalen Luftdrucks im Autoreifen gibt es Tabellen der Hersteller. Diese sind in den Fahrzeugpapieren oder dem Serviceheft des Fahrzeugs vermerkt. Doch es handelt sich bei dieser Angabe um den Mindestdruck. Wird dieser eingehalten, erwärmt sich der Reifen weniger als bei geringerem Druck. Auch der Verschleiß von Lauffläche und Innenleben ist dann geringer.

Durch Fahren und Stehen geht automatisch etwas Luftdruck verloren – dann verkürzt dies die Lebensdauer der Reifen, gleichzeitig steigt das Risiko für Pannen und Verkehrsunfälle. Es sollte also wenigstens zweimal monatlich der Reifendruck überprüft werden. Speziell nach dem Reifenwechsel ist die Überprüfung und Anpassung für den Reifen buchstäblich lebensverlängernd.

Der richtige Luftdruck wirkt sich auch auf den Kraftstoffverbrauch aus. Es schadet nicht, den angegebenen Mindestdruck der Hersteller um 0,2 bar zu erhöhen: Denn gut gefüllte Fahrzeugreifen sind länger in gebrauchstüchtigem Zustand.

Wenig gefahrene Fahrzeuge umparken

Steht ein Fahrzeug länger ungenutzt, belastet dies die Reifen stark: Das Fahrzeuggewicht drückt stets auf die gleiche Stelle. Wo der Luftdruck am stärksten gequetscht wird, droht frühzeitige Materialermüdung, was die Lebensdauer jedes Reifens verkürzt.

Besser wird ein eigentlich stehendes Fahrzeug von Zeit zu Zeit hin und wieder bewegt. Es genügen schon wenige Meter, um die belasteten Stellen zu wechseln: Dies verhindert Unwuchten durch einseitigen Druck und den berüchtigten Standplatten. Letzterer entsteht, obwohl der Reifen ansonsten unbeschädigt ist.

Reifen regelmäßig auf einer anderen Achse fahren

Vorderreifen und Hinterreifen würden ungleichmäßig abgefahren werden, wenn sie immer auf ihrer Achse bleiben. Deshalb empfehlen der ADAC sowie die Reifenhersteller, nach 10.000 bis 15.000 Kilometern die Vorderreifen nach hinten und die Hinterreifen nach vorne zu montieren. Doch Achtung: Es darf kein diagonaler Tausch erfolgen!

Bei Reifen mit Laufrichtungsbindung zeigt ein Pfeil die Abrollrichtung. Er befindet sich auf der Flanke des Reifens. Wo der Pfeil nicht aufgeprägt ist, ist die Laufrichtung egal. Dennoch sollte vor dem Abmontieren eine Kennzeichnung durch den Fahrzeugführer oder Monteur vorgenommen werden. Das erleichtert die korrekte Wiedermontage.

Ältere Reifen in unterschiedlichem Verschleißzustand sollten entlastet werden. Dazu werden die Reifen mit der noch größeren Profiltiefe auf der Hinterachse montiert. Dies gilt nach Tests durch TÜV und ADAC auch für Fahrzeuge mit Frontantrieb, denn der Abrieb ist überall hinten stärker als vorn, bedingt durch die Verteilung des Fahrzeuggewichts, von Insassen und der Ladung im Kofferraum.

Reifenschonendes Park- und Fahrverhalten

Schlimmer als durch Fahren werden Autoreifen durch das Parkverhalten beansprucht. Ein Streifen des Bordsteins kann zu Beschädigungen von Felge und Reifenflanke führen. Ein Abstellen auf der Kante des Bordsteins lässt einen Teil des Reifens in der Luft hängen, während der Reifenteil auf der Kante besonders stark gequetscht wird.

Das Lenkrad sollte beim Parken möglichst nicht eingeschlagen sein. Dafür sollte der Fahrer nach dem Einparkvorgang nochmals gering die Richtung der Reifen ausrichten. Diese Tipps für ein reifenschonendes Parkverhalten gelten auch für andere Hindernisse, beispielsweise für das Parken auf stark unebenen oder durch Kanten unterbrochenen Parkbereichen.

Fatal für die Lebensdauer von Reifen sind Stolperschwellen. Sie finden sich zur Entschleunigung in vielen Städten. Wer aber langsam über solche Raserstopper fährt, entlastet damit die Reifen: Sie werden dadurch weniger gestaucht und geknautscht als bei höherer Geschwindigkeit.

Es passiert selten, führt aber unbemerkt zu erheblichen Sicherheitsrisiken: Spitze Gegenstände im Reifen. Ist dies passiert, muss der beschädigte Reifen unverzüglich ausgetauscht werden. Damit es gar nicht erst zu einem Schaden durch Nägel, Scherben oder Splitter kommt, sollten die Laufflächen regelmäßig auf eventuelle Fremdkörper untersucht werden.

Fazit: Für das maximale Alter von Fahrzeugreifen gibt es ungefähre Empfehlungen. Allerdings hängt der Alterungsprozess von vielen verschiedenen Faktoren ab: Durch schonendes Fahren, regelmäßige Kontrolle und andere Maßnahmen lässt sich die Altersgrenze auf sechs oder gar acht Jahre verlängern.

Immer einen Fachanwalt für Verkehrsrecht hinzuziehen!                                    

Rechtsanwalt Gregor Samimi, Anwalt für Verkehrsrecht in Berlin Steglitz
Rechtsanwalt Gregor Samimi, Anwalt für Verkehrsrecht in Berlin Steglitz

Für eine bestmögliche Vertretung sollten Sie einen Spezialisten, nämlich einen Fachanwalt für Verkehrsrecht mit der anwaltlichen Vertretung beauftragen. Dieser wird Ihnen beratend zur Seite stehen und kann auf eine frühzeitige Erledigung Ihres Anliegens hinwirken. Rechtsanwalt Gregor Samimi ist Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Versicherungsrecht und Fachanwalt für Strafrecht in 12203 Berlin (Steglitz-Zehlendorf). Telefon 030 8860303. ✩ Kontaktieren Sie uns! Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Sitz der Rechtsanwaltskanzlei: Standort der Kanzlei von Rechtsanwalt Gregor Samimi in Berlin
 
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KategorieVerkehrsrecht, Wissen
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