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Waschstraße

Mitunter kommt es bei der Benutzung einer Autowaschanlage zu Schäden am Fahrzeug. Streit und Ärger sind dann oft vorprogrammiert. Die Schuldfrage lässt sich dann häufig nur mittels eines Sachverständigengutachtens klären. Für die diesbezüglichen Kosten kommt die Rechtsschutzversicherung auf. Dabei hat der Sachverständige zu klären, ob die Anlage beispielsweise regelmäßig gewartet worden ist oder ob der Benutzer der Waschanlage den Schaden selbst durch z.B. plötzliches Bremsen verursacht hat oder ob Vorschäden am Fahrzeug geltend gemacht werden.

Lässt sich das Geschehen nicht aufklären, trägt der Autofahrer die „Darlegungs- und Beweislast“ für seine Behauptung, soweit das Fahrzeug in der Waschanlage durch ein Band geschleppt wurde. Mit anderen Worten geht er leer aus, wenn er nicht beweisen kann, dass die Waschanlage defekt war (Urteil des Landgerichts Berlin vom 4. Juli 2011 – 51 S 27/11). Insoweit ist der Geschädigte gut beraten, Beweise zu sichern, das heißt: „Gleich Zeugen hinzuzuziehen, Quittungen aufzubewahren, Fotos zu fertigen und sich den Defekt an der Autowaschanlage gleich von dem Personal der Waschanlage bestätigen zu lassen“, stellt der Berliner Fachanwalt für Verkehrsrecht Gregor Samimi fest.

Anders ist der Fall zu beurteilen, wenn das Fahrzeug nicht bewegt worden ist, sondern der Waschbetrieb automatisch ablief und sich die Waschanlage um das Fahrzeug vorbei bewegte. Hier hat der Autofahrer keine Einwirkungsmöglichkeit auf die Abläufe innerhalb der Waschanlage. In diesen Fällen hat der Waschanlagenbetreiber das Nachsehen bei der Beweisfrage.

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